PETER HAHN | FOTOGRAFIE | FOTOBLUES.NET

ANMERKUNGEN ZUM EINSTELLEN MEINER FOTOS IN DIESE WEBSITE


Die eingestellten Fotos

sind Ausdruck meiner künstlerischen Ausrichtung in der Fotografie und sollen nur dieses Anliegen wiederspiegeln.

Sind Personen, die ich im öffentlichen Raum fotografiert habe - also draußen und unterwegs -, und die sich hier wieder erkennen, - nicht einverstanden damit, sich in diesem Kontext wiederzufinden, werde ich nach Eingang einer Nachricht an mich (Email/Telefonat/u.ä.), das jeweilige Bild auf Wunsch der betreffenden Person umgehend entfernen. 


Warum heißt die Seite fotoblues?

Quasi eine poetische Formulierung. Der Name soll auf eine Mischung aus Profession und Feeling hinweisen, die meine Fotografie ausmacht. Also Spannung, Dialog, Überraschung, Freude, Widerspruch, Einsamkeit, das Schöne - eben manchmal den Blues haben, im positiven Sinne wie im negativen - und dabei fotografieren.


Warum sich die Mühe machen, eine Website zu erstellen?

Diese fotoblues-website verstehe ich als Transmitter, einen kleinen Teil meiner bisherigen Arbeiten digital sichtbar und verwertbar zu machen.


Was macht eigentlich die Fotografie aus?

Fotografieren ermöglicht mir den Dialog mit der mich umgebenden Welt zu führen. Diese Erkenntnis ist ja nicht Neues. Beim malen, autofahren, parlieren, da macht man das ja auch. Der besondere Reiz der Fotografie liegt für mich aber darin, dass hier eine direkte Annäherung, besser eine subjektive Verortung der Wirklichkeit erfolgt. Notwendig ist ein präziser Blick auf das Ungewöhnliche, das Vielfältige um uns herum. Den gewissen Moment in ein Bild fassen, das Gesehene damit sichtbar machen - bevor es wieder seine Bedeutung verliert und im Nichts verschwindet. Anders ausgedrückt: I get my kicks on the fotoblues-Route.


Ist Fotografie Voyeurismus? Oder anders: Ist Fotografie nicht lästig und gehört eingeschränkt? 

Le voyeur ist der Seher, der heimliche. Richtig, bei der Strassenfotografie kann es überspitzt zutreffen, im Atelier nicht. Grundsätzlich gilt für mich, fotografiere ich im öffentlichen Raum, ist der Mensch ein Teil des Ganzen, unter dem Aspekt meines Kunstbegriffes. Ich will niemanden bloßstellen. Im Gegenteil. Noch ist im sogenannten  öffentlichen Raum fotografieren ohne explezite Erlaubnis erlaubt. Mittlerweile gibt es jedoch eine Hysterie, und wie nicht anders zu erwarten, tun sich die mistrauischen Deutschen besonders hervor. Aus mir oftmals unerfindlichen Gründen, werden  - obwohl in einer extrem überwachten Welt, wo nahezu überall Überwachungskameras uns beobachten -, die wenigen Fotografierenden mit dem Unmut einer besonderen Personengruppe konfrontiert. Schlagwort Einmischung in die Persönlichkeitsrechte. Da hilft nur das Fernbleiben von öffentlichen Räumen - das sollte dann für alle gelten....


Naht somit das prognostizierte Ende der Strassenfotografie?

Panoramafreiheit, Abmahnungen, Hausdurchsuchungen, verquaste Meinungen. Fotografie ist wohl ein Minenfeld geworden. Komisch, im Fernsehen werden Menschen in Fußballarenen bei Live-Übertragungen häufig im Detail gezeigt. Niemand störts - im Gegenteil. Ich denke Ztreetlife bleibt.


Kann die Fotografie in einer virtuellen Welt überleben? Wen interessiert zukünftig ein fixstehendes Bild noch?

Ich habe die Sorge, das die Fotografie etwas "Verstaubtes" und bereits Museales darstellt. Denn wer hat noch die Muße, sich auf ein Bild zu konzentrieren. Da zunehmend sich mehr auf einen Egotrip begeben, reicht wohl das Selfie - oder mal ein Museumsbesuch. Ist ja auch schön.


Was interessiert mich noch auf dieser Welt?

Reisen. Die Welt entdecken. Das scheinbar Unbekannte. Losgehen, losfahren, losfliegen. Aber auch dann inne halten, sich umschauen, nach Möglichkeit mit seiner Umwelt kommunizieren. Und geniessen. Das Ursprüngliche, das Wirkliche, die schwierige Jetztzeit wahrnehmen. Und dabei ....fotografieren.

Und bodenständiges, leckeres Essen. In erster Linie mediteran, asiatisch, aber auch Badischen Wurstsalat, eine gute Boulette, und konkret meine eigenen Pasta-Variationen. Begeistert war ich stets vom Mittagsessen in französischen oder spanischen Fernfahrerrestaurants. Eine Lokalität muss Atmosphäre haben. Eine Wirklickeit ausstrahlen.

Filme die mich berühren wie "Cinema Paradiso". Die lustig sind wie "Ein Fisch namens Wanda", "Mars Attacks!" und "Ziemlich beste Freunde". Und gruselig sind wie "Nosferatu", "Lohn der Angst" und "Die Nacht der lebendigen Toten". Und die gut sind wie "Der dritte Mann", "Außer Atem", "Alexis Sorbas", "Der Schakal" und "French Connection I+II". Prickelnd sind wie "Basic Instinct", "Pulp Fiction", "Der letzte Tango von Paris" und "Leaving Las Vegas". Und Filme von Hitchcock wie "Vertigo" oder "Marnie". Und sorry: Bogart-Filme wie "Haben und Nichthaben" und der "Malteser Falke". Auf dem Altar steht "Casablanca". Nicht vergessen möchte ich: "Wenn die Gondeln Trauer tragen" und "What's eating Gilbert Grape?"

Bücher - früher viel gelesen, heute leider wenig. Geprägt haben mich "Die Blendung" von Elias Canetti, "Keiner weiss mehr" von Rolf Dieter Brinkmann" und "Siddharda" von Hermann Hesse. Im besonderen aber auch Bücher von Jean Paul Sartre, allen voran "Das Spiel ist aus" und die lebensbejahenden Romane von Henry Miller wie "Nexus", "Plexus" und "Sexus". Desweiteren faszinierten mich Bücher von Stanislaw Lem wie "Der Futorologische Kongress" oder "Eden", Albert Camus' "Der Fremde" und Max Frisch's "Stiller". Desweiteren Aldous Huxley "Schöne Neue Welt" und Milan Kundera's "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins". Hervorheben möchte ich Heinrich Harrers "Sieben Jahre in Tibet". Gefallen haben mir zudem Bücher von William S. Burroughs, Jack Kerouac ("Unterwegs"), die alten Krimis von Sjowall/Wahlhöö, die Ausführungen von Bertold Brecht sowie die Lyrikgedichte von Hans Magnus Enzensberger. Und zum entspannen: Roald Dahls shortstories wie in "...und noch ein Küßchen" und  die Kurzgeschichten von Kurt Tucholsky wie in "Panter, Tiger & Co.". James Joyce "Ulysses" lese ich Zeile um Zeile seit dreißig Jahren...

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