PETER HAHN | FOTOGRAFIE | FOTOBLUES.NET

MODERNE ARCHITEKTUR

Die Epoche der modernen Architektur beginnt mit der Verwendung neuer Baumaterialien wie Stahl, Glas und Spannbeton. Beginnend schon im Historismus, erfolgt mit der Klassischen Moderne der Startschuss zu "Form follows function" und "Less as more". Das prinzipienlose Abweichen dieser Lehre wird in der Mischmasch-Architektur und in der tränenreichen Architektur des Schreckens und der Erinnerung sichtbar.

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Die Formensprache der modernen Architektur ist schwer voneinander abzugrenzen. Jugendstil, Expressionismus, Neue Sachlichkeit, International Style, Neues Bauen, Funktionalismus, Brutalismus, Post Moderne bis hin zur High-Tech-Architektur der Gegenwart. Neue Zielsetzungen in der Architektur ist die Nachhaltigkeit, die Recyclingsfähigkeit und die Verwendung neuer Technologien und Stoffe.

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DESIGN

Millionenfach nachgebaut, die Entwürfe und Produkte der "Neuen Sachlichkeit", besser bekannt als Bauhaus-Möbel. Jenes Design aus dem Anfang des 20. Jh. besticht durch klare Formen, ist funktional und unaufdringlich elegant. Gebaut nach dem Grundsatz: "Weniger ist mehr", sind sie heute Klassiker. So findet sich die 1924 in Weimar entwickelte Tischleuchte von W. Wagenfeld  in vielen Museen der Welt wieder.

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Design ist die Ästhetik des Brauchbaren, verbunden mit einer gestalterisch kreativen Form- und Farbgebung. Design ist zuerst der Weg von der Idee zum innovativen Produkt. Design soll einen Zweck erfüllen - für verschiedene Lebensbereiche wie Licht, Textil, Schmuck, Technik, Räume, Webdesign, Möbel. Designte Produkte sollen Konsumverhalten anregen und Kaufwünsche erzeugen. Design als sozialer Status.

GARTEN UND PARK

Der Garten Eden steht für das Paradies. Er scheint im Urgedächnis des Menschen verortet. Dies deshalb - so eine These -, weil der Homo Sapiens bei seiner beschwerlichen Wanderung raus aus Afrika in der absoluten Trockenheit im heutigen Oman auf begrünte, wasserrreiche Täler traf - in der Landschaft Eden. Generell braucht ein Garten Wasser. Ein Zen-Garten kommt in Teilen jedoch ohne Wasser aus. Durch die Nutzung von Steinen und deren Darbietung dient er der Betrachtung, des Innehaltens - wichtig in einer Zeit wo unser Herz ständig in Aufgregung ist.

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Ein Garten ist Abbild der Natur, aber auch der Vergänglichkeit. Vielfachl ist er eine Kunstform und wird als Spiegel einer geistigen Grundhaltung angesehen. Was ein Garten ist und sein soll, definiren die verschiedenen Kulturen jedoch unterschiedlich. Ob ästhetisch-künstlerisch angelegt oder philosophisch ausgerichtet, ob Hort seltener Pflanzen, als Themengarten, als Park oder als Haus- und Nutzgarten zur Ertragszwecken, die Faszination scheint ungebrochen. Ein Garten verwöhnt die Sinne und lädt zum Träumen ein.

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SAKRALES

Das Durchdrungensein vom Jenseitigen hat im Christentum eine Vielzahl  von unvergleichlichen Bauwerken hervorgebracht. Auch im Islam ist die Formensprache in den Bauten außergewöhnlich und bringt einzigartige Bauten wie die Iman-Moschee in Isfahan hervor.

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Sakrale Bauwerke im Buddhismus sind opulent und vielschichtig, aber überschaubar und mehr auf den Menschen ausgerichtet. Ideenreich in der Gestaltung ist der Hinduismus, der im Überschwang seinen vielen Göttern huldigt. Fest und ernsthaft stellt das Judentum seine Vorstellungen in den Synagogen dar.

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Erstaunlich was ein als Gott Bezeichneter, der noch nie von den Menschen gesehen wurde, an Energie auslöst, um ihm zu huldigen. Insbesondere in Form von grandiosen Bauwerken.

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Bemerkenswert ist zudem, das verschiedene Kulturen aufgrund ihrer eigenen Wahrheiten bezüglich Gott, höchst unterschiedliche Bauten für diesen hervorbrachten. Ich glaube auch: Ohne Furcht kann es keinen Glauben geben oder ist es einfach nur ein Wunder…? Das lateinische Wort Religio bedeutet "Rückbindung". Das Sanskritwort Yoga bedeutet ebenfalls Verbindung. Zu was bitte?  Zur Realität? 

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WEHRHAFTES

Das größte Bauwerk der Welt hinsichtlich Masse und Volumen ist eine Mauer - die 6.350 km lange Große Chinesische Mauer. Symbole vergangener Macht sind Burgen. Sie waren Wehr-, aber auch Repräsentationsbauten.

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In erster Linie waren sie Militäreinrichtungen von besonderer stratgischer Bedeutung. Zudem sichtbarer Ausdruck des Selbstverständnisses des (Raub) Rittertums - meistens zum Nachteil des gemeinen Volkes. Obwohl: Neben Trutz-, Zoll- und zum Zwecke des "Hof haltens", gab es auch Fliehburgen für die Bauern. Im 17. Jahrhundert verloren Burgen ihre Bedeutung. Teilweise mutierten sie sie reinen Repräsentationbauten. Sie übernahmen die Funktion von Schlössern. In Europa gibt es auffallend viele Burgen. In Deutschland um die 20.000. Im Westen des Kontinents ist die Anzahl noch höher, insbesondere in Frankreich und Grossbritannien. Allein in Schottland sind es mehr als 3.000 Castles. Eine hohe Dichte an Burgen auch im südlichen Europa. Besonders in Spanien reiht sich Castillo an Castillo. Ebenso reichlich finden sich Festungsbauten in der mittel-östlichen terra contines.  Europas längste Burg  mit 1043 m liegt - Omen ist Nomen - in Burghausen. In Asien finden sich Festungen, wie die von Kumbhalmer im indischen Rajasthan, die von einer 36 km langen Mauer umgeben ist. Noch Fragen? 

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Der wie die alten Kreter das Meer beherrschte, brauchte keine Mauern. Eine historische Ausnahme. Ansonsten mussten sich die Menschen ja vor den Menschen schützen. Das war der Ansatz zur Errichtung von Mauern.

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Nachweislich das erste unmauerte Gemeinwesen war war Jericho - 7.000 v.d.Zt. Die erste echte Stadtbefestigung wurde ca. 2.700 v.d.Zt. im mesopotanischen Uruk erbaut. 900 Türme und ca. 9,5 km lang für die seinerzeit größte Stadt der Welt. Eine Stadtmauer war wohl ein unabdingbarer Bestandteil jedes städtischen Gemeinwesen. Im 19. Jahrhundert wurde der überwiegende Teil der alten Stadtmauern in Europa "geschliffen". Auch wenn es keine Mauern mehr gibt, sind vielerorts die Spuren in der Stadtmorphologie sichtbar. Sind Stadtmauern noch erhalten, werden sie heute als malerisches Erscheinungsbild wahrgenommen. So aber nicht bei der ehemaligen Berliner Mauer. Bedrohlich ist, dass noch heute Mauern quer durch Städte wie in Nikosia/Lefkosa auf Zypern, zwischen Israel und Palästina oder USA und Mexiko gebaut werden. Massiv baut Saudi-Arabien seit 2009 seine Sperranlagen aus - wahrscheinlich aus Angst vor dem Begriff der wehrhaften Demokratie?

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PROFANBAUTEN

Profanbauten wie das Colosseum oder der venezianische Dogenpalast sind unkirchlich, weltlich, "unheilig". Die Herleitung kommt aus dem Lateinischen: "pro" bedeutet vor und "fanum" Heiligtum. Neben einem praktischen Nutzen, so Tuchhallen wie in Krakau und Ypern, waren es früher auch reine Repräsentationsbauten wie das Schloß Versailles oder der Kaiserpalast in Peking, aber auch historische Stadtpaläste.

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Bauten für rein weltliche Zwecke wie Rathäuser und früher Gilde- und Zunfthäuser waren stets von politischer und wirtschaftlicher Bedeutung. Heutzutage sind Profanbauten vielerorts schmucklose Gebäude so Universitäten, Ministerien, Krankenhäuser. Moderne Profanarchitektur-Juwelen sind die Oper in Sydney und viele Museumsbauten, so das Guggenheim in Bilbao und zunehmend Banken- und Hotelbauten. 

 

PITTORESKE ORTE

Pittoresk ist vom lateinischen "pictor", Maler, herleitbar. Pittoreske Orte vermitteln heute eine Ästhetik der Idylle mit einer Portion Patina. Sie spiegeln dem Betrachter etwas Romantisches, Verträumtes, Beschauliches und Friedliches vor. Eine Illussion von Arkadien.

Abstand

Pittoreske Orte sind zunehmend Mischformen zwischen Schönem und Kitsch as Kitsch can. Oft sind es Abziehbilder des scheinbar Unvergänglichen und des Wunsches, eine Nische der Überschaubarkeit vorzufinden, ohne Discounter und Sportplatz.